Pokel im Interview

Das Interview mit dem Meistercoach: Was Tom Pokel über die neue Saison und  die Zukunftspläne des HC Bozen verrät. Mit Video.

Tageszeitung: Herr Pokel, was ist Ihr Hauptziel für die neue Saison?

Tom Pokel: Unser Hauptziel ist es, leidenschaftliches und attraktives Eishockey mit Herz und Seele zu spielen. Wir haben ein neues Logo, wollen aber mit der alten Identität und Härte in der Meisterschaft auftreten. Wo wir am Ende stehen werden, kann man noch nicht sagen – die Karten werden neu gemischt. Wir sind mit der Vorbereitung früher dran als letztes Jahr, was uns sicher einen Vorteil verschaffen wird. Wir wollen mindestens gleich viel erreichen wie letztes Jahr.

Sind Sie zufrieden mit den bisherigen Neuverpflichtungen?

Auf jeden Fall. Ich denke, dass wir gemeinsam mit unserem Teamkapitän Alexander Egger einen wichtigen Schritt gemacht haben. Wichtig sind unsere einheimischen Spieler: Ausländische Spieler kommen und gehen – aber unsere einheimischen Spieler sind der „Klebstoff“ und die Führungsfiguren im Team. Sie haben großen Anteil am Erfolg der letzten Jahre. Nick Palmieri hatte letztes Jahr Anfangsschwierigkeiten – aber am Ende der Saison war er unser bester Spieler und auch einer der Besten der Liga.

„Es ist wichtig, dass sie auf einem anderen Niveau trainieren – mit anderer Intensität und Schnelligkeit. Die Jugendspieler haben die Möglichkeit, im Trainingscamp Vieles von den erfahrenen Spielern zu lernen.“

Am 8. August beginnt das erste Trainingscamp. Wie wollen Sie einheimische Jugendspieler der Serie A und B integrieren?

Es ist wichtig, dass sie auf einem anderen Niveau trainieren – mit anderer Intensität und Schnelligkeit. Die Jugendspieler haben die Möglichkeit, im Trainingscamp Vieles von den erfahrenen Spielern zu lernen.

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Sie sagten: Bei den Neuverpflichtungen ist es wichtig, darauf zu achten, dass sie fit nach Bozen kommen und nicht erst mühevoll aufgebaut werden müssen. Wie kontrolliert man, ob ein neuer Spieler fit ist?

 

 

Die Laufbahn und der Trend in der Vergangenheit sind erste Indizien, ob ein Spieler fit ist oder nicht. Wir arbeiten sehr intensiv mit den Spielerberatern und mit den Trainern der vorherigen Clubs zusammen. Wir telefonieren und tauschen uns intensiv darüber aus, wie der aktuelle Fitness-Stand jedes einzelnen Spielers aussieht. Wir testen aber auch alle Spieler bei ihrer Ankunft in Bozen.

Worin liegen die Stärken der Südtiroler Jugendspieler?

Die Stärke der Südtiroler liegt im Ehrgeiz. Man muss den Spielern die Möglichkeit geben, ihr Potential aufzeigen zu können. Die mentale Stärke spielt eine sehr wichtige Rolle und vor allem die Bereitschaft zu lernen – und immer härter zu arbeiten. Und wie ich die Südtiroler kenne, sind sie sehr ehrgeizig und entschlossen – und genau das ist es, was mir an diesem Sport so gefällt.

Interview: Roman Gasser

 

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