Renzi in Bozen

Der Bürgermeister von Florenz, Matteo Renzi, folgt der Einladung der Demokratischen Partei Südtirol und ist am heutigen Montag nach Bozen gekommen. „Tageszeitung Online“ war dabei – das Video.

 

Matteo Renzi ist der Shootingstar innerhalb des Partito Democratico und ein Hoffnungsträger für das politikmüde Italien: Am Montag hatte der Florentiner Bürgermeister und Kandidat für den PD-Parteivorsitz in Bozen seinen großen Auftritt. Im voll besetzten Rainerum nahm Renzi gemeinsam mit allen Landtagskandidaten an einer Wahlkampfveranstaltung des Südtiroler PD teil. Bevor der Politiker aber mit seiner Rede beginnen konnte, wurde ihm noch ein Glücksbringer für die bevorstehenden „Primarie“ im PD überreicht. Der „Goldene Knödel“ soll Renzi dabei helfen, sich im Wettkampf um den Parteivorsitz durchzusetzen. Südtirol sei eine Vorzeigeregion innerhalb Italiens, ein „absoluter Maßstab für den Staat“, lobte der Florentiner Bürgermeister. Das Land sei bislang ausgezeichnet verwaltet worden. „Die Leistungen, die in Südtirol erreicht wurden, müssen auf das ganze Land ausgeweitet werden“, lautete Renzis Marschroute. Als Beispiel nannte er die Energieeffizienz in der Autonomen Provinz.

„Obwohl es sich eigentlich um eine PD-Veranstaltung handelte, fand Renzi auch nette Worte für den SVP-Spitzenkandidaten.“

Obwohl Südtirol angesichts einer steigenden Arbeitslosigkeit kein Schlaraffenland mehr ist, sah Renzi keinen Grund, die Arbeit der Landesregierung schlechtzureden. Im Gegenteil: Die Probleme, mit denen Südtirol konfrontiert werde, seien „nicht vergleichbar“ mit jenen auf gesamtstaatlicher Ebene. „Wir brauchen einen Bürokratieabbau, eine Vereinfachung des Arbeitsrechtes und bessere Möglichkeiten für Investitionen aus dem Ausland und in die Bildung“, forderte der PD-Politiker.

 

© Roman GASSER Tageszeitung Renzi 2

Roman(o) Gasser mit Matteo Renzi

Editing, Tontechnik, Bildtechnik: Roman Gasser
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